Babyschwimmen

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Willkommen sind alle Babys ab 3 Monaten mit Mama und /oder Papa.

Inhalte des Babyschwimmens

Wassertemperatur

Empfohlen wird für das Babyschwimmen eine Wassertemperatur von 30 - 34°C. Diese Temperatur provoziert eine aktive Bewegung. Wärmeres Wasser lässt die Muskeln entspannen und die Bewegungsimpulse werden verringert!

Die Praxis hat gezeigt, dass man mit ganz kleinen Babys (8 - 12 Wochen) bei einer Wassertemperatur von ca. 30°C gut ins Schwimmbad gehen kann.


Wie lange im Wasser bleiben?

Das kann von Baby zu Baby unterschiedlich sein. Für die meisten sind bis zu 30 Minuten in Ordnung. Einige Babys möchten aber schon nach 20 Minuten wieder aus dem Wasser. Beim ersten Mal können auch 10 Minuten schon ausreichend für das Baby sein. Dies sollt Ihr von Kind zu Kind selbst entscheiden.


Fühlt sich das Baby unwohl?

Anzeichen dafür, das Wasser zu verlassen und das Baby warm einzuwickeln:
• das Baby zittert/friert
• das Baby wird quengelig
• das Baby bekommt blaue Lippen
Ein (warmes) Getränk wird es nun auch dankbar annehmen.


Warum “nur” 30 Minuten im Wasser bleiben?

Für Babys gehört auch das Umziehen und das Duschen zum Programm. Somit dauert für so ein Kleines der Spaß nicht nur 30 Minuten, sondern mitunter bis zu 60 Minuten (je nachdem, wie schnell man beim Umziehen ist). Und das ist für die ganz Kleinen ganz schön anstrengend.
Unsere Kurse sollen als wohliges Erlebnis im Gedächtnis der Babys verbleiben. Wir möchten also eine angenehme Zeit mit den Babys im Wasser verbringen.

Was wird benötigt für das Baby?

  • Babyschale (Babyautositz): darin kann das Baby in der Zeit, wenn sich der Elternteil umzieht, sicher liegen.
  • Aquawindel (Badehose)
  • Kleiner Bademantel oder großes, dickes Frottiertuch
  • Getränk (und etwas zum Essen)
  • Babyduschgel (das Chlorwasser muss abgespült werden)
  • Hautpflegecreme nach der Schwimmstunde (z.B. Weleda Calendula Babyöl)
  • Windel / frische Wäsche

Für die Eltern:

  • Eigene Badekleidung nicht vergessen! ;-)


In der Umkleide (nach dem Schwimmen):

Es hat sich bewährt, zuerst das Baby zu wickeln und den Body anzuziehen. Danach kannst Du Dich ankleiden und anschließend das Baby fertig anziehen. Am einfachsten ist es, wenn sich die Eltern gegenseitig helfen: einer zieht sich an, ein anderer passt auf die Kinder auf, und dann Wechsel.


Was haben Babys im Wasser an?

Das Baby trägt eine Badehose, um zu verhindern, dass das große Geschäft im Wasser landet. Babybadehosen müssen fest am Bauch und an den Schenkeln abschließen. Bitte den Mädchen keinen Badeanzug anziehen, da dieser das wichtigste Wahrnehmungsorgan – die Haut – bedeckt!
Sehr zu empfehlen sind Aquawindelhöschen -eine Hose, die wie eine Windel konzipiert ist, sich allerdings waschen lässt und wieder verwendbar ist, also praktisch eine Badehose mit Windelfunktion. Oder die bekannten Wegwerfwindeln.


Das Baby:


Das Baby bitte nie direkt vor dem Schwimmen eincremen! Die Haut wird glitschig, und wenn sich das Fett der Creme von der Haut löst, klebt das Öl am Beckenrand.
Das Baby vor und nach dem Schwimmen duschen, damit Schweiß, Fett und Chlorwasser abgespült werden.
Nach dem Schwimmen sind die Babys durstig. Deshalb sollten sie gestillt werden oder das Fläschchen bekommen. Das warme Getränk reguliert auch gleichzeitig die Körpertemperatur. Nach dem Trinken fallen die meisten Babys in einen tiefen Schlaf.
Zwischen einer Impfung und einer Kursstunde sollten mindestens 3 Tage liegen. Die Schwimmstunde würde zur Impfung eine zusätzliche (vermeidbare) körperliche Belastung darstellen.


Wenn das Baby beim Duschen weint:

Vielen Babys gefällt das Duschen nicht. Das hängt damit zusammen, dass der Kopf bei Babys noch knöchern ist. Jeder Wassertropfen, der darauf prasselt "hallt", "dröhnt" im Kopf. Deshalb langsam an das Duschen gewöhnen: zunächst den Kopf aussparen. Von Mal zu Mal fühlt sich das Baby sicherer und bald kannst Du gemeinsam mit Deinem Baby komplett unter die Dusche.


Atemschutzreflex:

Babys haben einen angeborenen Atemschutzreflex. Der Reflex wird durch Wasserberührung im Gesicht ausgelöst, er stoppt die Atemaktivität und schützt die Atemwege vor Wassereintritt. Der Atemschutzreflex verliert sich um den 6. Lebensmonat, wann genau ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Achtung: der Atemschutzreflex schützt das Baby nicht vor ganz normalem Verschlucken (siehe hierzu einschlägige Literatur von Lilli Ahrend, Uwe Legahn und Anke Raabe-Oetker).


Tauchen:


Das Babytauchen ist ein viel diskutiertes Thema, bei dem selbst in der Fachliteratur die Meinungen auseinander gehen.


Raabe-Oetker:
Babys müssen nicht unbedingt tauchen
- macht zuvor Gießkannenspiele
- Baby wird angepustet (willkürlicher Mundschluss) und dann wird getaucht
- immer in Blickkontakt bleiben

Legahn:
- Kopf begießen
- noch während des Begießens, wenn das Kind den Mund schließt, auf ein bestimmtes Signal (1-2-3) tauchen
- gemeinsam tauchen
- langsam eintauchen, damit kein Wasser in Mund und Nase gedrückt wird

Ahrendt:
- Wassergussmethode: schrittweise Gewöhnung mit Hilfe von Wassergüssen über den Kopf
- das Baby wird erst eingetaucht, wenn es das Wasser kennen gelernt und angenommen hat (im Gegensatz zu den Anspritz-, Anpust-, Wortbegleittechniken)

Cherek:
- verzichtet ganz auf das Tauchen

Grundsätzlich gilt:

Tauchen muss nicht unbedingt sein! Wenn die Babys es mitmachen, ist es in Ordnung. Macht ein Baby nicht mit, dann bitte nicht zum Tauchen zwingen!

Beim Babyschwimmen geht es nicht um das Tauchenlernen, sondern um die Freude, um den Spaß im Wasser!